Frankreichs Festungen und Bunker

Nicht rein, gibt es nicht

Nach oben gekrümmtes Band: www. Festungsspechte-Frankreich.de

               Mit Marcel und Essi durch die Alpen

 

Freitag, 17 Uhr, Berlin-Joh.thal, endlich Klingelt das Handy. Dies war der Startschuss für meinen ersten Frankreichtrip. Das erste Highlight  ereignete sich bereits auf der Hinfahrt, als Eric sagte: „Pass auf, hier kommt gleich ein "Blitzer.“ Kaum ausgesprochen, war es auch schon zu spät. Nach sinnflutartigen Regenfällen bei Stuttgart, erreichten wir gegen halb eins unseren ersten Schlafplatz, südlich von Straßburg. Erst war ich misstrauisch, als ich das Bett sah, aber es erwies sich als sehr bequem. Am ersten Tag besichtigten wir den Außenbereich eines Museum, welches eigentlich geschlossen war. Ein freundlicher Mitarbeiter, dem wir beim Herumstöbern begegneten, öffnete extra für uns den Bunker zur Besichtigung.

Weiter ging es immer der Maginot-Linie entlang, mit vielen Stopps an Bunkern, Unter-  und Geschützständen. Nach einigen Tagen erreichten wir die Grenze zur Schweiz. Nun ging es  immer an dieser entlang, durch die Alpen, mit Halt am Genfer-See und einem tollem Panorama. Die Serpentinen führten uns bergauf und bergab. Die Straße war teilweise nicht breiter als der T4, so dass sich das ein oder andere mal, ein mulmiges Gefühl in meinem Magen verbreitete. Vor allem die ballgroßen Brocken und die fehlenden Leitplanken, wirkten nicht vertrauenserregend für uns Flachländer. Also hieß es: „Augen auf.“ Besonders die Franzosen, die mit ihren kleinen Renaults und Citroëns die Straßen entlang „heizten,“ fanden unsere Beachtung. Haarnadelkurven und Serpentinen mit 90, da bekam man schon beim Hinsehen Schweißperlen auf der Stirn. Viele der Alpenpässe waren leider noch gesperrt, da Teilweise noch 2-3m Schnee lag oder die Straße beschädigt  war. Dies machte leider etliche Umfahrungen notwendig. Dummerweise zwang uns eine Umfahrung auf dem Weg nach Italien, durch den Mount- Blanc-Tunnel, welche uns 40€ für nur 12km kostete. Dies roch ein bisschen nach Abzocke, aber  wir hatten ja keine andere Wahl. In Italien besuchten wir einen Markt und in einer Bäckerei haben wir zwei Baguettes gekauft. Die Verkäuferin nahm diese und brach sie in der Mitte durch („Ich war etwas irritiert.“), was in Frankreich unvorstellbar erscheint. Nach dem Abstecher verließen wir wieder, die genau so schlecht  Auto fahrenden "Pastafresser", in Richtung Mittelmeer. Unsere Route führte uns kreuz und quer durch die Alpen, immer auf der Suche nach den nächsten Forts. Zwischendurch haben wir einmal Halt auf 2000m gemacht und mit Moritz im 1,70m hohen Schnee gespielt. Es war nicht das einzige Mal, dass wir Schnee sahen, die Berghänge waren voll davon. Erstaunlich waren die Festungen auf den Bergspitzen, 1000m über den Städtchen, mit einem traumhaften  Ausblick über die Täler. In einer der Festungen, welche sich von unten den ganzen Berg nach oben zog,  fand Eric eine alte Waschschüssel und eine gut erhaltene Weinflasche. Wir hielten uns dort 2 Tage auf,  da sie so umfangreich war. Unten befanden sich die Kasernen. Am nächsten Tag gingen wir nach oben, um die Gänge nach unten hinabzusteigen. Nach 4h in der Festung hatten wir genug gesehen,  allerdings keine Lust mehr,  alles  zurück zu laufen. Uwe hat aber an alles gedacht. Er hatte die Kletterausrüstung bei und ein offenes Fenster war schnell gefunden. Wir sparten mindestens 3h durch das Abseilen. Diese Bergfestungen waren teilweise ziemlich abgelegen. Wir haben versucht, so dicht wie möglich heranzufahren. Dies war aber meistens nicht möglich, sondern mit einem langen Fußmarsch bergauf verbunden. Was auf der Karte nur 200m waren, stellte sich schnell als 4h-5hTrip heraus, so dass wir nur ein Tal pro Tag schafften. Jedes  war anderes, auf seine ganz spezielle Art und Weise. Ein Tal zum Beispiel, welches sich als Kletterparadies entpuppte, mit Seilen, die über 50m tiefe Schluchten gespannt waren. Zwischendurch besucht wir ein Fort, welches sich als Käserei herausstellte oder als Lager/ Reifekammer für vergammelten, möglicherweise auch noch genießbaren Schinken. Einige Edelschinken im Laden sahen auch nicht anders aus. Vom Glauben bin ich allerdings abgekommen, als wir einen irren, ca.25-jährigen Franzosen, mitgenommen haben. Ein Typ mit Jeans, Bikerjacke und Crosserhelm, der am Straßenrand  trampte. In Annahme, es sei ein Motorradfahrer, dessen Bike kaputt ist, luden wir ihn zur Mitfahrt ein. Als er allerdings anfing, ein Downhillbrett einzuladen, war alles klar, der fährt kein Motorrad. Wir haben ihn gefragt, wie er denn bergab bremsen würde. Er sagte: „Mit den Füßen( er hatte nur normale Turnschuhe an).“ Oben angekommen, zog er eine Jacke und eine Warnweste („Ob das hilft???“) an, setzte sein Helm auf und richtete sein Bord aus. Nun legte er sich hinauf und fuhr los. Die Straße war teilweise nicht breiter als ein Auto, ob er es Überlebt hat? Hoffen wir es, mutig geht die Welt zu Grunde!

Nun gut, das Mittelmeer ruft. Wir fuhren weiter und erreichten die Küste Nizzas, bei ca. 38c° und Sonne. Wir suchten dort vergeblich ein Militärmuseum. In der Bucht von Nizza saßen auf den Felsen unzählige Paparazzi, die die Jachten, eine größer als die andere, beobachteten. Dann ging es immer entlang der Küste weiter, vorbei an Cannes, nach Marseille, mit Zwischenstopp im Napoleonmuseum. Das Navi lotste uns genau nach Marseille. Die Stadt war ein großer Dauerstau und ziemlich eng. Die Einbahnstraßen machten es etwas kompliziert, wieder aus der Stadt  hinaus zu kommen. Das nächste Ziel hieß Straßburg. Auf dem weg dorthin machten wir Halt auf einem großen Flohmarkt. Die Leute haben dort alles verkauft, von Antiquitäten über Elektroschrott, Autoteilen, Möbeln bis hin zu Obst und Gemüse. Eric  fand eine gut erhaltene Weinflasche für 3€ (glaube ich). Von dort haben wir eine 7,5Kg Melone mitgenommen, ein ruhiges Plätzchen gesucht und gefunden, mit einem Bach zum Abkühlen. Wir hatten schließlich 41° im Schatten.

Bei Straßburg angekommen, besuchten wir die Region Elsas. Dort befinden sich viele Forts. Leider haben sich die Wohngebiete dort sehr weit ausgedehnt, sodass einige jetzt privatisiert oder von Häusern umbaut sind. Wir besuchten, entlang der Maginot-Linie, die großen Festungen Schoenenbourg, Fort de Chaux und Simserhof, mit ihren unterirdischen Kampfblöcken, Versorgungseinheiten und Kasernen. Etwas Kultur muss ja auch sein, also ab nach Bitche zu einer Festung aus dem Krieg „Deutschen Krieg“ 1871. Dies ist mit Kopfhörer, Videoleinwänden, Infrarotsensoren ausgestattet, der Media Markt wär neidisch gewesen. Nach einem Besuch des Simserhof's, machten wir noch einen größeren Shoppingtrip, bei dem wir auch die Wünsche der Daheimgebliebenen beachteten. 

 

Ich bedanke mich bei Moritz, Eric und Tourguide Uwe, für eine tolle Fahrt!!

 

Bis bald...???

Als Uwe mich fragte, ob ich Interesse an einem 2-wöchigen Trip nach Frankreich hätte, musste ich nicht lange überlegen. Logisch, seit seiner Web-Site und den zahlreichen Erzählungen von  den Reisen, will ich das Land unbedingt kennen lernen. Am 16. Mai, war es dann soweit.

 

 

      Bilder Teil I

       Bilder Teil II