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Frankreichs Festungen und Bunker |
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Nicht rein, gibt es nicht |

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Nach Amiens, Rouen, Saint Malo usw. |
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„April, April“ Nein, es war kein Aprilscherz, als wir uns am 1. April 2010 auf den Weg nach Frankreich machten. Die Fahrt zog sich wie bei den bisherigen Touren etwas in die Länge. Auch meine Fahrtlektüre, „Die Berliner Anti-Mobbing_Fiebel“, konnte mir den Weg nicht versüßen. Nein, ich habe diese nicht freiwillig gelesen, ich musste nach dem Urlaub eine Prüfung im Rahmen meiner Ausbildung absolvieren. Wir waren also alle froh, als wir am Abend in Frankreicheinen gemütlichen Schlafplatz, an einer Gedenkstätte ca. 40 km vor Amiens, fanden. Sie lag auf einem kleinen Hügel, sodass man einen wundervollen Ausblick hatte, während sich der Tag dem Ende neigte. Am folgenden Tag ging es nach Amiens, wobei wir auf dem Weg dorthin noch einen Stopp am größten britischen Denkmal der Welt einlegten. Dies wurde in Erinnerung, an die vermissten Soldaten des Ersten Weltkrieges errichtet. In Amiens angekommen, besichtigten wir die größte Kirche Frankreichs, die Kathedrale Notre-Dame (Welterbe der UNESCO). Nun ging es weiter nach Rouen, der Hauptstadt der Normandie. 1431 fand dort der Prozess gegen Jeanne d`Arc statt, der mit dem Tod auf dem Scheiterhaufen endete. Unser Aufenthalt dort verlief weitaus entspannter. Wir erkundeten die Stadt zu Fuß und erstanden beim Bäcker etwas zum Mittagessen. Unsere Route führte uns nun weiter in Richtung St. Malo. Es herrschte allerdings Feierabendverkehr, sodass wir erst gegen 22 Uhr an unserem Schlafplatz ankamen. Wir wurden aber mit einem wundervollen Ausblick über den nächtlichen Hafen belohnt. Am frühen Morgen des folgenden Tages lag ein leichter Schleier in der Luft, der Stück für Stück von der Sonne vertrieben wurde und einen traumhaften Ausblick auf die festungsartige Altstadt von St. Malo eröffnete. Nach dem Frühstück starteten wir unseren Ausflug mit einem Rundgang über die Stadtmauer. Im Anschluss schlenderten wir durch die Gassen der Altstadt und erstanden das ein oder andere Andenken. Nun fuhren wir zum Mont-St-Michelle oder wie Victor Hugo ihn nannte, die „Pyramide im Meer“. Nachdem wir unser Auto geparkt hatten und um fünf Euro leichter waren, machten wir uns auf, um den Klosterberg zu erklimmen. Da das Wetter aber sehr schnell umschlug und es in Strömen regnete, fiel unser Ausflug eher kurz aus. Unser Weg führte uns nun weiter der Küste entlang. Unser Nachtlager schlugen wir an einem Fluss auf. Hier waren noch Reste einer Brücke zu sehen, welche im 2. Weltkrieg zerstört wurde. Zum Abendessen gab es dann leckeres vom Grill. Der vierte Tag unserer Reise (Ostersonntag) begann traditionell mit dem Suchen allerlei Osterleckereien. Unser erster Stopp fand an diesem Tag am Nez-de-Joburg statt, einer 127m hohen Felsspitze. Mit einigen Zwischenstopps, um Bunker oder einfach nur die Landschaft anzusehen, gelangten wir nach Octerville. Dort besuchten wir einen kleinen Rummel und machten auf den Weg zu einer Höhle. Zu unserer Überraschung war dieser Geheimtipp nicht mehr geheim. Die Höhle wurde zu einem Museum umgebaut und der Eintrittspreis von 9.50 € war uns zu üppig, sodass wir unsere Reise fortsetzten. Wenige Minuten vor Barfleur machten wir einen Stopp an einem Leuchtturm, welcher leider geschlossen war. In Barfleur angekommen, sahen wir uns eine Kirche an. Diese war im Inneren wie ein Schiff aufgebaut. Unser nächstes Ziel war Saint-Vaast la Houge, eine Festung die zum Weltkulturerbe gehört. Da diese aber nicht geöffnet war, begnügten wir uns mit einer Umrundung. Am Abend sahen wir uns dann noch zwei Bunkeranlagen an, wobei wir bei der Zweiten unser Nachtlager aufschlugen. Den Ostermontag starteten wir in Saint-Mer-Eglise, der ersten Stadt, die im Zweiten Weltkrieg befreit wurde. Dort besuchten wir ein Museum, welches sich mit dem D-Day beschäftigt. Weiter ging es nun zum Point-du-Hoc, wo wir zusammen mit vielen Engländern eine alte deutsche Bunkeranlage besichtigten. Die Landschaft dort hatte etwas Ähnlichkeit mit der Haut einer Frau mit Bindegewebsschwäche. Die Kinder hatten hier sehr viel Spaß beim Hinunterrennen der Mulden. Nun ging es weiter nach Colleville-Sur-Mer, wo sich ein riesiger amerikanischer Kriegsfriedhof mit einer angeschlossenen Ausstellung befindet. Bevor man die Ausstellung (kostenlos) besuchen darf, muss man sich einem Sicherheitscheck unterziehen, ähnlich wie an einem Flughafen. In Port de Bessin, unserem nächsten Stopp, kann man wundervoll Muscheln sammeln. Der gesamte Strand ist mit einer dicken Schicht großer Muscheln bedeckt. Wir haben uns einige der schönsten ausgewählt, wobei die Auswahl sehr schwer fiel. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch eine Bunkeranlage in Longres-sur-Mer. Dort schlugen wir dann auch direkt an den Felsklippen unser Nachtlager auf. Ein Tag voller Eindrücke endete schließlich mit einem wundervollen Sonnenuntergang am Meer. Die sanften Klänge der Wellen wiegten uns in den verdienten Schlaf. Nachdem uns am nächsten Morgen die Sonne in der Nase kitzelte, brachen wir nach Bayeux auf. Dort besichtigten wir unter anderem die gotische Kathedrale Notre-Dame und eine Wassermühle. Anschließend setzten wir unsere Reise nach Arromanches fort. Dort legten die Alliierten den Hafen „Mulgerry B“ an, indem sie vor der Küste riesige Pontons versenkten, welche man auch heute noch bei Ebbe gut besichtigen kann. Nachdem wir uns an einem Imbiss gestärkt hatten, fuhren wir nach Quistreham, wo wir im Museum „Le Bunker mur de L`Atlantique“ waren. Im Anschluss suchten wir uns einen Schlafplatz am Strand nähe Trouville. Wir machten dort ein Lagerfeuer und grillten. Am nächstem Morgen kauften wir Baguettes in Honfleur, die wir kurze Zeit später an einem kleinen Rastplatz verspeisten. Wir überquerten nun die Seine über den Pont de Tancerville. Am Wegesrand entdeckten wir Schilder des Château du Tancerville und entschlossen uns spontan dieses zu besichtigen. Dort angekommen mussten wir leider feststellen, dass die nicht mehr möglich war und begnügten uns mit einer kleinen Kletterpartie um die Burg herum. Es lag dort ein leicht „wurstiger“ Geruch in der Luft, dessen Ursprung sich in einem Meer von Bärlauch pflanzen fand. Wir folgten weiter unserer Route zum Chateau de Etelan, welches leider nur im Sommer geöffnet ist. Weiter ging es nach Caudebec, Jumieges bis nach Les Andleys, zum Chateau. Gaillard, welches von Richard Löwenherz erbaut wurde. Der Letzte Halt an diesem Tag war Gisors, wo wir eine Burg besichtigten. Der nächste Morgen startete in Beauvais. Hier besichtigten wir die Kathedrale Saint-Pierre, mit dem größten Glockenspiel der Welt und Saint-Etienne. Unsere Reise führte uns nach Arras. Wir nahmen an einer Führung durch ein unterirdisches Gängesystem Teil (Les Boves). Der Führer übersetzte für uns die wesentlichsten Fakten auf englische, welches zu meiner Überraschung recht gut war. Im Anschluss besichtigten wir noch die Stadt, wobei wir enttäuscht feststellen mussten, dass die groß ausgewiesene Zitadelle nicht für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Zum Abschluss des Tages besuchten wir noch ein kleines Museum in Lorette und ein kanadisches Kriegsdenkmal in Vimy. Dieses imposante Bauwerk war in ein zartes Rosa der abendlichen Sonne getaucht und bildete ein beeindruckendes Szenario. Den neunten Tag unsere Reise starteten wir mit einem gemütlichen Frühstück an einem Springbrunnen. Im Anschluss besichtigten wir die Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie das L`Hotel de Ville (UNESCO-Weltkulturerbe). Nun neigte sich unsere Reise dem Ende zu. Wir suchten deshalb kurz vor der belgischen Grenze ein Kaufhaus auf, indem wir uns mit ein paar Leckereien eindeckten und zu Mittag aßen. Im Anschluss durchquerten wir Belgien und fuhren nach Eindhoven (Niederlande). Wir besichtigten die Stadt und waren dabei völlig von den Massen an Fahrradfahrern fasziniert. Nach einer Portion Pommes aus frischen Kartoffeln hieß es dann ab nach Deutschland. |