Frankreichs Festungen und Bunker

Nicht rein, gibt es nicht

Nach oben gekrümmtes Band: www. Festungsspechte-Frankreich.de
Textfeld:     Die erste Fahrt!

                          Auf in die Normandie                                   

Textfeld:                        Den Golf gepackt und los geht es.

Dosenessen für eine Woche in den Golf-Variant eingeladen, 20 Liter Wasser und ein Campingkocher dazu und auf geht’s. Auf  die Autobahn in Richtung Venlo, einmal Holland, Belgien und schon waren wir nach ca. 13 Stunden in Frankreich.

In Gent haben wir uns das erste mal verfahren, wir wollten durch die Stadt abkürzen, Nachts im dunkeln. Nachdem wir einige Runden gedreht hatten, fragten wir einen Franzosen nach dem Weg. Wir hofften seine Erklärung so einiger Maßen  verstanden zu haben und fuhren los. Nach einigen Minuten landeten wir in einem Industriegebiet, wo wir schon langsam anfingen zu grübeln, als wir dann noch dutzende von Punkern sahen die in ein großes Armeezelt strömten, wurde uns doch schon anders.  Ist das wirklich der richtige Weg? Aber nach seiner Beschreibung sollte noch ein Kreisverkehr kommen, dessen zweite Ausfahrt wir nehmen sollte. Also Augen zu und weiter und tatsächlich die Ausfahrt raus und nach ca. 100 m kam die Schnellstraße.

Angekommen in Vierville sur Mer, fanden wir einen schönen Parkplatz direkt am Strand. Wir krochen in den Kofferraum, den wir mit Matratzen ausgelegt hatten um erst mal eine Stunde zu schlafen. Von dort aus besuchten wir die Landungsorte und die sich dort befindlichen Museen.  Ebenso machten wir einen Abstecher zum Deutschen Soldatenfriedhof in la Cambe.  Wir fuhren die meiste Zeit direkt an der Küste entlang, um keinen Bunker zu verpassen. Da eine Woche nicht sehr lang ist und wir viel sehen wollten standen wir jeden morgen  zwischen 07.00-07.30 Uhr auf. Schlafengegangen sind wir immer erst, wenn es dunkel wurde.

Zum  Frühstück gab es leckeres Baguette mit Käse, zum Mittagessen  meistens Kuchen, der sehr zu empfehlen ist und zum Abendbrot dann eine „leckere Dose.“  In den kleinen Dörfern gibt es noch viele kleine Läden, bei uns würde man sagen, „Tante Emma“. Wir müssten feststellen, dass wir nicht die einzigen Deutschen waren die sich in der Gegend rumtrieben. Wir trafen zum Beispiel eine Familie,  Vater und Sohn happy,  Mutter war gar nicht begeistert , von einem Museum zum andern fahren zu müssen. Wovon ich noch total begeistert war, dass unsere meisten Schlafplätze direkt am Meer lagen.

Die Parkplätze hatten fast alle eine Höhenbegrenzung von 2 m. Dadurch sind sie für Wohnmobile nicht geeignet. Aber im laufe unserer Reise konnten wir feststellen, auch diese finden immer ein Stellplatz. Abends haben wir uns irgendwo hingestellt, morgens war alles voller Wohnmobile. Noch eine Merkwürdigkeit, alle , naja die meisten Bunker sind umgeben von Brombeerbüschen. Sehr schön, wenn es heiß ist und man kurze Hosen an hat.  In einem Ort war eine kleine Kaufhalle, dort bekamen wir richtig leckere Milch, in einer Flasche ohne Aufdruck, diese muss direkt vom Bauern gewesen sein. So eine Milch habe ich noch nicht getrunken. Es lohnt sich abseits der großen Straßen, in die kleinen Läden zu gehen. Oder auch den Cidre oder Calvados beim Bauern an der Ecke zu kaufen.

Als ich mich endlich überwunden hatte und auf einen solchen Bauernhof ging, um Calvados und Cidre zu kaufen war es sehr lustig. Ein Alter Mann öffnete mir die Tür und ging in eine Kellergewölbe wir redeten mit Händen und Füßen mit einander. Er goss mir von den vielen Sorten Calvados und Cidre immer einen kleinen Schluck zum Kosten ein. Als ich mir zwei Sorten Calvados und einige Flaschen Cidre ausgesucht hatte, schrieb er diese in ein Notizheft ein, dass dem Aussehen nach aus dem zweiten Weltkrieg stammen muss ein. Als ich dann Stolz über meinen Einkauf das Gewölbe verließ und auf den Hof kam musste ich feststellen das ich tierisch einen in der Birne hatte. So musste Eric für den Rest des Tages das Steuer in die Hand nehmen. Zu erkennen sind solche Höfe an einem grünen Zeichen am Eingangstor. Es ist zu erkennen aber jetzt schlecht zu beschreiben. Manchmal bekommt man dort Sachen angeboten die man in den regulären Einkaufsmärkten nicht bekommt.

Leider war die Woche zu schnell um. Nachts um 03.00 Uhr waren wir wieder in Berlin. Die Familie stand extra auf als wir kamen, um Käse und Baguette zu Verkosten.

Frankreich 2004
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