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Die ältere Französin widersprach dem sehr aufgeregt, sie hatte zu dieser Zeit dort gewohnt und musste auch beim Bau der Batterie helfen. Sie sagte, „Die Deutschen haben sie alle sehr gut behandelt, es war ein sehr freundschaftliches Verhältnis zwischen den Franzosen und den Deutschen gewesen“. Nach diesem Besuch ging es weiter über Sainte-Mère-Église mit dem Museum „Airborn“ und dem „Musée du Departement Utah Beach“, ins Grandcamp Maisy. Von dort aus machten wir einen Abstecher nach La Campe zum deutschen Soldatenfriedhof. Dort trafen wir noch eine deutsche Schulklasse, die wir auch noch mal in Aromanches wiedersahen. In Vierville sur Mer befindet sich ein Denkmal zum 60. Jahrestag des D-Days und zwei schöne Museen. Der Strand lädt zum verweilen ein. Ein Parkplatz befindet sich genau am Strand. (Höhenbeschränkung) Hinweis für Wohnmobilbesitzer: Die Strandstraße nach rechts bis ans Ende, außer einigen Bunkern in der Steilküste gibt es dort einen Platz zu Abstellen. Am Port-en-Bessin-Huppain machten wir eine Mittagspause und setzten uns an einen Imbiss. Wir hätten auf die Preise achten sollen, aber Hunger macht scheinbar blind. Es gab zwei halbe Hähnchen und ein Steak mit Pommes. Dazu tranken wir jeder ein Bier. Die halben Hähnchen sahen sehr verloren aus auf dem Teller, sie hatten so die Größe eines Kükens und das Steak sah nicht besser aus. Das Ganze kostete dann mal so 40,00 Euro!!! Seit dem gab es nur noch Büchse. Die Stadt und der Hafen sind aber sehr schön. Im Hafenbecken lagen tausende von leeren Jakobsmuscheln. Zur Freude der anderen Beiden sammelte ich so um die dreißig Stück ein. Es lag danach immer so ein Geruch von „Meer“, im Auto. Andere würden sagen es roch ein bisschen. Die Batterie Longues sur Mer mit ihren erhaltenen Geschützen ist auch einen Umweg wert. An den dortigen Klippen finden sich immer Wohnmobilbesitzer ein um dort zu Übernachten. Über eine Serpentine kommt man direkt bis ans Wasser. (Nicht Wohnmobile, die bleiben besser oben.) Arromanches les Bains ist eine Touristenstadt. Geprägt durch seinen ehemaligen Landungshafen der Alliierten und dem Museum ist dort immer viel los. Fast vergessen, ein 360 Grad Museum gibt es auch noch zu besichtigen. Besonders zum Tag des D-Day zu empfehlen. Weiter nach Courseulles-sur-Mer, ins „Centre Juno Beach“, einem großen Museum in dem auch deutsch gesprochen wird. Ein kleineres Museum ist das „Musée Radar Douvres“, auf dem Gelände steht noch ein Radar das wir damals noch Betreten konnten. Im Museum selbst ist die Anlage als Modell nachgebaut. In Caen waren wir auch. Wir wollten ins dortige Museum aber die Preise waren uns zu hoch und die Ausstellung soll nicht so der „Renner“ sein. Was man aber nicht verpassen darf ist der „Le Grand Bunker“, in Quistreham. Ein Leitstandbunker als Museum ausgebaut mit verschiedenen Ebenen und das Entfernungsmessgerät ist auch noch vorhanden. Durch einen Zufall stießen wir auf eine Batterie auf dem Mont Canisy, eine durch einen französischen Verein betreute Anlage, die sehr gut erhalten ist. Einen Besuch ist sie immer Wert. Parken muss man am Fuße des Berges. Wen man Glück hat ist auch gerade geöffnet. Als wir dort waren war gerade eine spezielle Führung, aber ohne Französisch (auch Maxims Sprachkenntnisse reichten dafür leider nicht aus) waren wir nicht in der Lage, eine Teilnahmemöglichkeit zu erreichen. Das hieß, eine andere Möglichkeit musste her. Wir durchstöberten alle Bunker auf dem Gelände. Per Zufällig entdeckten wir eine offenstehende Tür und konnten einen Gang betreten, welcher schräg nach unten führte. Plötzlich ging unten Licht an und wir hörten Stimmen – offensichtlich die Führung - also nichts wie raus. Oben warteten wir dann, dass die Besichtigungstour zu Ende war. In der Zwischenzeit sahen wir uns den Rest der Anlage an. Als die Besuchergruppe die Anlage verließ, waren wir frohlockend zur Stelle. Zurück zur offenen Tür und den Gang runter. Taschenlampen hatte Eric in der Zwischenzeit aus dem Auto geholt (Berg runter und wieder rauf, dass Training bei der Bundeswehr zahlt sich doch aus). Unten angekommen war dort ein langer Gang von dem weitere Gänge und Räume abgingen. Diese waren mit rot-weißen Ketten abgesperrt. Wir ließen diese offen als wir weitergingen, wir wollten ja auch wieder rausfinden. Zu diesem Zeitpunkt wussten wir ja nicht wie groß die Anlage ist. Die Tour war sehr interessant, wir konnten uns alles in Ruhe ansehen und bestaunen. Das war unsere erste Anlage die so gebaut war. Jeder Standpunkt einer Kanone war von dort unten mit Granaten aus zu versorgen. Als wir die Anlage verließen, stellten wir den Ursprünglichen Zustand der Absperrungen wieder her. Der Verein möge uns das Betreten ohne Erlaubnis verzeihen aber wir haben alles da gelassen, wo es hingehört. Ist man über den Point de Normandie sollte man nicht den Besuch in der „Batterie Todt“ vergessen. Ein mit Ausstellungsstücken vollgestopfter Geschützstand, der im Außenbereich auch noch sehr viel zu bieten hat. Ca. 100 m weiter kann man auch seine Frau in einem kleinen Geschäft abladen (VISA wäre von Vorteil), dann kann „Mann“, ganz in Ruhe die Besichtigung beginnen. Anschließend sind wir nach Saint Omer ins Museum „La Coupole“, - auch hier könnten „nur“ begleitende (Ehe)Frauen in der Stadt oder im Einkaufscenter abgesetzt werden. (Tipp: Die fertigen Hühner im Center sind „SPITZE“, eins reicht dicke für zwei Personen.) Über Boulogne und dem sich dort befindlichen Fort „Creche I und II“ und vielen kleineren Städten und Dörfern ging es weiter in Richtung Belgien. Am Nachmittag trafen wir in Ostende ein. Die Nacht verbrachten wir genau vor dem Museum. An der Straße vor dem Museum sind Parktaschen, in denen das Übernachten mit Wohnmobilen gestattet ist. Außerdem hat man einen schönen Meeresblick. Nach dem Aufstehen gingen wir zum Museum um nach den Öffnungszeiten zu sehen und wir hatten Glück, am Nachmittag war geöffnet. Zurück zum Auto, ab zum Bäcker Baguette kaufen. Nach dem Frühstück besichtigten wir die Stadt und gingen Baden. Als dies erledigt war, fingen Eric und Maxim an einen auf Schick zu machen. Es wurde sich rasiert, zur Belustigung der Vorbeikommenden. Dann war es so weit, das Museum wurde geöffnet. Führung mit Kopfhörern und Sprachen die der Besucher versteht. An bestimmten Stellen bekommt man eine Erklärung zu dem was sich dort befindet. Das Museum ist zweigeteilt und dem 1. und 2. Weltkrieg gewidmet. Also unbedingt ansehen. Von Ostende aus ging es dann noch nach Eben Emanuel, zum dortigen Museums-Bunker. Leider geschlossen. So konnten wir nur das Aussengelände sehen. Nach einer warmen Büchse ging es weiter. Schon auf der Piste beschlossen wir, dass wir noch einen Abstecher in den Hürtgen Wald machen. Dort soll sich ein Museum befinden. Berg auf und Berg ab, eine tolle Strecke wie im Film Serpentinen runter und wieder rauf und das im Dunkeln. Als wir endlich da waren, stellten wir fest, dass es sich um ein sehr kleines Museum handelt. Auch hier wieder geschlossen – manche Öffnungszeiten sind eine Zumutung. Nach einer kurzen Nachtruhe, fuhren wir Richtung Heimat. 4120 Km/Woche und wir waren wieder zu Hause. |
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Fahrt 2005 mit Maxim und Eric Teil 2 |