Frankreichs Festungen und Bunker

Nicht rein, gibt es nicht

Nach oben gekrümmtes Band: www. Festungsspechte-Frankreich.de

                 Reise 2006 wieder nur mit Eric

Es geht wieder los, ein Jahr ist vorbei. Endlich wieder nach Frankreich. Diesmal wieder zu zweit. Es geht in Richtung Cherbourg. In einem Buch haben wir gelesen, dass unter dem Museum ein Tunnelsystem ist, in dem die damaligen Verteidiger lange ausgehalten haben. Erst als ihnen die Luftzufuhr gekappt wurde mussten sie halb verdurstet und verhungert aufgeben. Diese Stollen mit ihren Schießscharten im Steilhang  sollen noch vorhanden sein. Ich packte schon die Sachen, damit wir losfahren können, wenn Eric aus Gera kommt.

1353 Kilometer und 15 Stunden später sind wir in Cherbourg angekommen. Ohne uns zu verfahren, denn unsere neuste Errungenschaft ist ein Navi. Mein Laptop wurde mit einer Karte von Microsoft (Autoroute) und einem GPS-Empfänger nachgerüstet und schon ging durch die Nacht bis zur ehemaligen Festung Fort de Roule in Cherbourg. Dort angekommen schliefen wir erst einmal zwei Stunden.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf die Suche nach den Stollen besser gesagt nach dem Stolleneingang. Unser Auto parkten wir oben beim Museum und machten uns auf die Suche. Wir gingen die Serpentine hinunter, da sich der Eingang in einer Kurve befinden soll. Vorbei kamen wir an einem Bunker, der dem Anschein nach zur Stromerzeugung oder Stromumwandlung dient oder gedient hat. Auf dem Berg befindet sich noch eine Kaserne. Zwei Kurven weiter an einer Spitzkehre konnte man  sehen, dass dort öfters Fahrzeuge parken. Von dort führte auch ein schmaler Weg ins Gebüsch. Diesem Weg folgten wir, dieser verbreitete sich und wir sahen den Eingang. Dieser war vermauert, war aber schon von anderen Interessierten  wieder geöffnet, so dass man durch ein Loch  die Stollenanlage betreten konnte.

 

Hier etwas in eigener Sache, wenn ich mir so einen Ort ansehe, so möchte ich nicht Tonnen von Müll sehen,  die andere haben rumliegen lassen. Nehmt euren Dreck also wieder mit.

 

Da wir nicht wussten, wie diese Anlage aufgebaut ist und sich der Gang teilte,  gingen wir den  rechten Gang entlang. Dieser Gang führte zu den alten Geschütz und MG Stellungen. Die Schießscharten waren leider zugemauert, ansonsten hätte man eine schöne Aussicht und ein bisschen Tageslicht gehabt. So musste die Taschenlampe ausreichen. (Ersatzbatterien waren auch vorhanden. Sicher ist sicher.) Es waren noch die alten Lüftungsrohre und Ventilatoren zu erkennen. Teilweise waren auch noch die Türen vorhanden. Alles war sehr vom Rost zerfressen. Das Wasser tropft von der Decke, Steine fallen von der Decke und den Seitenwänden herab. Es ist schon ein bissel gruselig dort drin. (Geisterbahn ohne Geister) Der Weg den wir entlang liefen,  stellte sich als Rundgang heraus wir landeten also dort wo wir angefangen hatten.

Als wir den Rundgang durch den  Stollen beendet hatten, gingen wir auch noch mal ins Museum und am Zaun der Kaserne entlang. Außer benutzte Kondome war aber weiter nichts zu entdecken. Mit dem Auto fuhren wir dann noch durch Cherbourg und sahen uns dieses an.

Von Cherbourg aus fuhren wir weiter nach San Malo. Dort angekommen suchten wir uns erst einmal einen Parkplatz, diesen fanden wir ein Stück vom Strand entfernt in einer Seitenstraße. Wie Touristen sahen wir uns diese alte Stadt erst einmal an und gingen dann zum Strand hinunter. Auf dem Strand selbst gab es Karussells für die Kinder, Spielplätze für klein und groß und sogar einen betreuten Spielplatz, wo die Kinder unter Aufsicht spielen konnten, ohne das Mama oder Papa dabei sein müssen. Rund um den Platz vor dem Strand gibt es Eis-und Imbissbuden. An einem Eisstand gönnten wir uns ein Eis, wir nahmen ein mittleres das war so groß das wir es kaum schafften.

Mit dem Eis ging es wieder zum Auto zurück und wir fuhren los. Wir fanden einen kleinen Parkplatz direkt am Meer gelegen. Der Parkplatz kam auch genau richtig. Das riesige Eis war uns nicht bekommen, wir beide einen leichten Durchfall bekommen und durften uns mehrfach in die Büsche schlagen. Aber nach einer schönen Büchse Nudelsuppe und einem Cappuccino ging es uns schon wieder besser. Um an das Wasser zu kommen musste man über einen Wall aus Kieselsteinen steigen, was wir auch taten, da wir beschlossen hatten eine Runde schwimmen zu gehen. Wir waren die einzigen beim Baden. Die Franzosen saßen herum oder gingen spazieren. Das Wasser war herrlich und auch die Landschaft. Direkt vor dem Strand, so in ca. 30 Meter Entfernung befand sich ein kleines Chateau auf einer Insel. Diese war über einen kleinen Steg mit dem Land verbunden. Außerdem gab es noch ein kleines Ruderboot. Es sah einfach malerisch aus.